Die Sonne gleißt über Deutschland. Ein herrliches Wetter für Zauneidechsen, auf warmen Steinen räkeln sie ihre Körper. Als ich das Gelände der B.L.O.-Ateliers betrete, treffe ich dort Stefanie. Sie faltet gerade Programmzettel für das Festival ›Berlin is not Bayreuth‹, bei dem sie als Dramaturgin mitwirkt. Es ist der letzte Sonntag im August und der letzte Tag des Festivals. Ich frage, wie es bisher gelaufen ist. Gut, sagt sie; viele Leute seien dagewesen und hätten auch beim Mitmachtheater mitgemacht, was im abgebrühten Berlin ja nicht selbstverständlich sei. Mitmachtheater, mh-hm, denke ich. Fünfeinhalb Stunden später liege ich auf einem Tuch und lasse mir von einer Performerin in Regencape den Hintern versohlen. Anschließend wälze ich mich über den Boden und versuche, imaginäre Insekten von mir abzustreifen. Das Ganze in der Hoffnung, der Papst möge mir meine Sünden vergeben. Was ist geschehen?
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