Ein Interview mit dem Regisseur und Oscarpreisträger Morgan Neville

Text · Fotos © Silk Road Project · Datum 17.2.2016

»Das Gerede von Musik als universale Sprache ist ein ziemlich abgenutztes und missbrauchtes Klischee«, sagt der syrische Klarinettist Kinan Azmeh, einer der Protagonisten des Dokumentarfilms The Music of Strangers. Dass Musik in ihrer kulturellen Verwurzelung aber zumindest Heimat und Identitätsraum im Angesicht von Krieg und Vertreibung bieten kann, zeigt der Film über Yo-Yo Ma und das von ihm gegründete Silk Road Ensemble, der am Montag bei der Berlinale Europapremiere feierte. Und er zeigt die Lebensgeschichte eines der Superstars des Klassik-Jet-Sets, der in der kulturellen Expedition einen Fluchtweg fand aus der Enge und den Fallstricken des eigenen »Wunderkind«-Daseins. Der Regisseur des Films, Morgan Neville, gewann vor zwei Jahren den Oscar für die Dokumentation über Background-Sängerinnen, 20 Feet from Stardom. Wir haben ihn vor der Premiere des Films in Berlin getroffen.


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