Denkt man ans Cembalo, denkt man automatisch auch an die Exzentrik und Experimentierfreude der historischen Aufführungspraxis. Keine Barock-Einspielung kommt mehr ohne ein erstklassiges Instrument aus. Und doch wirkt das Cembalo fast komisch beschränkt: Egal, wie sanft oder heftig man auf eine Taste haut – der Ton klingt immer gleich laut. Wie kann man auf einem Cembalo expressiv spielen? Was ist in seinem Klang, das die Menschen anzieht? Hörte Bach seine Musik beim Schreiben innerlich auf einem Cembalo gespielt, einem eigentlich »unmusikalischen« Instrument? Um das herauszufinden, habe ich Pierre Hantaï, Cembalist und einer der führenden Bach-Interpreten, angerufen.
Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.
Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv
VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.
