Regisseurin und Schauspielerin pausieren Aufführungen von #Motherfuckinghood nach Mobbingvorwürfen am Berliner Ensemble
Am 6. März berichtete der ›Spiegel‹ von Machtmissbrauchs-Vorwürfen, die 16 ehemalige und aktuelle Mitarbeiterinnen gegenüber der Leiterin der Maskenabteilung des Berliner Ensembles (BE) erheben. Im Zentrum stehen nach Aussage der Mitarbeiterinnen der Druck, ständig und auch spontan für Arbeitseinsätze verfügbar sein zu müssen, sowie herabwürdigendes Verhalten, unter dem besonders Mütter zu leiden hätten. Schon im Juni 2023 wurde ein entsprechender Brandbrief an die Abteilungsleiterin geschickt.
In einem Statement des BE, das unter anderem der ›Tagesspiegel‹ zitiert, heißt es, man habe die Beschwerden der Mitarbeiterinnen »sehr ernst genommen« und mit Coachings und Mediationsverfahren darauf reagiert. Laut BE habe sich die gesamte Maskenabteilung im letzten Gespräch zu dieser Thematik, das Ende 2024 geführt wurde, gegenüber der Geschäftsführung positiv zur Stimmung am Haus geäußert. Dem widerspricht der ›Spiegel‹, nach dessen Aussagen auch aktuell Mitarbeiterinnen der Abteilung aufgrund des Führungsstils eine Kündigung erwägen. Viele der vom Spiegel befragten Maskenbildnerinnen haben das BE bereits verlassen.

