Ich persönlich war nie ein Fan der langsamen Sätze von Symphonien oder Klaviersonaten. Die schnellen Ecksätze von Werken in Sonatenhauptsatzform oder Ähnlichem rockten für mich einfach mehr. »Ballern, ich wollte ballern!«, so sagte es mal jemand – ich glaube, es war ein Boxer. Mit zunehmendem Alter regiert allerdings zunehmend die Einsicht, man solle auch einmal achtsam in sich hineinhören. Und das geht angeblich mit langsamen Sätzen besser.  Was mir dabei auffällt: Ich finde die verhältnismäßig flinken Interpretationen von »Adagio« und Co. einfach – natürlich: wenn gut gemacht – berührender.


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... ist Konzertveranstalter, Moderator, Komponist und Pianist. Er gestaltet innovative Konzertformate, arbeitet als Musik-Satiriker, schreibt Stücke für Solist:innen und Ensembles und Texte für VAN, die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonics und die Bamberger Symphoniker. 2019 war er als Schauspieler an der Volksbühne zu erleben.