»Der Verfasser dieser Zeilen sitzt nun abgekühlt am Schreibepulte, doch unvergesslich wird ihm dieser Moment bleiben; Kunst und Wahrheit feiern hier ihren glänzendsten Triumph – und mit Fug und Recht könnte man sagen: non plus ultra! – Wem möchte es wohl gelingen, diese unnennbare Stelle noch zu überbieten?« Der anonyme Rezensent des Jahres 1824, der hier seinen Emotionen beim ersten Einsatz des Chores in Ludwig van Beethovens neunter Symphonie freien Lauf lässt, hat diesen einen Augenblick wahrscheinlich wirklich nie vergessen. Und wer käme selbst heute, in Zeiten der Allverfügbarkeit tausender Aufnahmen des Stückes, darauf, Körper und Geist könnten angesichts des Live-Erlebens der Neunten ungerührt bleiben?

Fast genau 200 Jahre ist es her, dass Beethovens Symphonie No. 9 uraufgeführt wurde. Es war am 7. Mai 1824 im Theater am Kärtnertor in Wien. Ein legendäres Stück Musik, mit fast noch legendärerer Rezeptionsgeschichte, filmisch, politisch. Aber welche ist eigentlich die überzeugendste Aufnahme von »Beethoven 9«?


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... ist Konzertveranstalter, Moderator, Komponist und Pianist. Er gestaltet innovative Konzertformate, arbeitet als Musik-Satiriker, schreibt Stücke für Solist:innen und Ensembles und Texte für VAN, die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonics und die Bamberger Symphoniker. 2019 war er als Schauspieler an der Volksbühne zu erleben.