Wenn man die Augen schließt, hört man den ersten Satz des Violinkonzerts von Tschaikowsky. Die Doppelgriffe. Die Läufe. Den üppigen Ton. Wenn man die Augen öffnet, sieht man, dass der Geiger, der das Konzert gerade spielt, nur Zeige- und Mittelfinger seiner linken Hand benutzt. Die anderen beiden liegen eingerollt in der Handfläche. Wie kann das gehen? Diese Frage musste sich auch Clayton Haslop stellen, als er mit 39 Jahren feststellte, dass seine linke Hand ihm nach und nach den Dienst versagte. Haslop war einer der führenden Geiger Hollywoods, hatte als Konzertmeister Partituren der berühmtesten Filmkomponisten zum Leben erweckt. Dann ging nach und nach weniger und schließlich gar nichts mehr. Haslop stand vor einer Entscheidung: Gebe ich auf? Oder mache ich Revolution?


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... arbeitet als Redakteurin bei der Religionsbeilage der ZEIT, Christ & Welt. Ausgebildet wurde sie an der Henri-Nannen-Schule. Falls es mit dem Geigenspiel nicht klappt, möchte sie auf Oboe umsteigen.