Vor kurzem wurde bekannt, dass die Zukunft des ehemaligen »Studio für elektronische Musik« in Köln weiter ungewiss ist: Nach fünf Jahren sind die Verhandlungen zwischen einem anonymen Mäzen in Mödrath und dem WDR gescheitert. Das legendäre Studio bleibt bis auf weiteres in einem Keller eingelagert. Ein elektronisches Trauerspiel in zwei Akten.
Eine Stradivari. Eine Stradivari, die ungespielt in einer Vitrine lagert. Das ist der Vergleich, der immer wieder bemüht wird, wenn man mit Beteiligten über die aktuelle Situation des ehemaligen »Studio für elektronische Musik des WDR« spricht. Wobei der etwas umständliche Name schon Teil des Problems sein mag: Außenstehenden leuchtet es nur bedingt ein, was denn nun das Einzigartige an diesem Studio sein soll. Und überhaupt: Die klotzigen Kästen auf den alten Fotos sollen mit einer eleganten Violine vergleichbar sein?

