Das ganze 18. Jahrhundert Finnlands wurde durch die Besetzung Russlands politisch geprägt. Im März 1808 hatte Zar Alexander I. verlautbart, Finnland würde für immer ein Teil des russischen Reiches bleiben. Der darauffolgende Zar Nikolaus I. gestand den Finn*innen einen politischen Sonderstatus zu, was im 19. Jahrhundert – dem Jahrhundert des Erwachens von Nationalbewusststeinsentwicklungen, das sich, musikgeschichtlich betrachtet, bei vielen Komponist*innen Mittel- und Nordeuropas in diversen »heimatlichen« symphonischen Dichtungen niederschlug – zu einer weiteren Stärkung kulturell eigenständigen Denkens und Lebens in Finnland führte. Unter Alexander II. folgte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Einführung einer eigenen finnischen Währung. Anschließend entbrannte Streit zwischen den Befürworter*innen der finnischen Eigenständigkeit und den im Verlaufe der Jahrhunderte immer wieder Anspruch auf Finnland erhebenden Schweden.
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