Sabine Weber war bei der Premiere von Dietrich Hilsdorfs neuer Walküre in Düsseldorf.

Text · Titelbild © Hans Jörg Michel · Datum 31.1.2018

Es ist schon erstaunlich, wie modern die Themen sind, die Wagner in seiner Walküre verhandelt: freie Liebe gegen den heiligen Bund der Ehe, wenn er durch Zwangsehe zustande kommt. Fremdbestimmung und blinder Gehorsam. Da prahlen die Walküren in roter Festseide unter Wehrmachtsmantel damit, dass sie im Krieg gefallene Männer im blinden Gehorsam auferstehen lassen und für Wotans Heer rekrutieren. Der Wehrmachtsmantel wird in Dietrich Hilsdorfs aktueller Inszenierung seines Ring des Nibelungen an der Oper am Rhein in Düsseldorf zum Symbol der Göttermacht. Wotan entzieht ihn im letzten Akt seiner Lieblingswalküre Brünnhilde, um sie mit Menschlichkeit zu strafen. Das Frau-sein-Müssen, Waschen, Putzen, Kochen, wird als größte Strafe und Erniedrigung ausgegeben. Wird da etwa das Patriarchat angeprangert?


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... arbeitet seit über 15 Jahren für verschiedene Radioprogramme der ARD. Dazu zählen Beiträge, Features, die Moderation von Musiksendungen und live moderierte Konzertübertragungen. Darüber hinaus ist sie für verschiedene Printmedien und Online-Magazine als Opern- und Konzertkritikerin oder Berichterstatterin für internationale Festivals unterwegs. In ihrer Freizeit rudert sie auf dem Rhein, auch wettkampfmäßig.