»Hallo, ich möchte ein neues Klassikmagazin machen, bist Du dabei?« Die meisten Menschen, die ich vor fünf Jahren aus brasilianischen Internet-Cafés kontaktierte, schrieben nie zurück. Hätte ich vielleicht auch nicht. Wer ist dieser Typ? Und sterben klassische Musik und Magazine nicht gerade aus? Kaum einer hätte vor fünf Jahren bei englischen Buchmachern auf 200 Ausgaben VAN gewettet. Tatsächlich wurde die Idee zu VAN aus dem Geiste des Schnapses geboren, und die Frage, warum wir uns das alles antun, haben wir uns anfangs mehr als einmal gestellt. Dass es uns immer noch gibt, dass es gerade eigentlich erst so richtig los geht!, liegt am besten Team der Welt, das so manche Durststrecke, Irrung und Wirrung mitgemacht hat. Die folgenden 5 Beiträge sind also kein Best-of, sondern eher eine Hommage, stellvertretend für all jene, die VAN in den letzten Jahren auf ihre Art mitgeprägt, mitgeschrieben, gelesen, unterstützt haben. Ich hoffe, ihr bleibt auch die nächsten 200 Ausgaben dabei, we’re here to stay!
Sinnliches narratives Erleben.
Jay Schwartz. Ein Porträt.

Im Oktober 2014 bekam ich eine Mail von Jeff Brown – er plane eine neue Konzertreihe, in der zeitgenössische Musik in verlassenen Gebäuden aufgeführt werden solle, man könne sich ja mal austauschen. Gut für VAN, dass Jeffs (Natur-)Talente als Konzertveranstalter endlich, als Autor (und Skateboarder und Komponist) dafür grenzenlos sind. Das Schöne am Musikmagazinmachen ist, dass man immer wieder neuer Lieblingsmusik begegnet. Die von Jay Schwartz kannte ich noch nicht, bis sie Jeff mir in diesem feinstofflichen Porträt eröffnete.

