VAN: Vor drei Jahren war ›Keine Angst vor niemand‹ das Spielzeitmotto am Deutschen Theater. Seitdem sind Theater und Opernhäuser als Orte, an denen ein Klima der Angst herrschen kann, selbst in den Fokus gerückt. Hat Sie das überrascht?

Ulrich Khuon: Als Möglichkeit hat es mich nicht überrascht, weil es überall dort, wo Unsicherheiten herrschen oder zum Berufsbild dazugehören, natürlich auch Raum für wachsende Ängste gibt. Das Theater ist ein bewegliches Instrument. Es gibt dauernd Veränderungen, Menschen ziehen hin und her, kommen neu dazu oder müssen gehen. Darum spielen hier Macht und Verantwortung eine besondere Rolle. Gleichzeitig ist Theater auch ein Ort mit großer Freiheit und Ausdrucksvielfalt, an dem man all diese Themen künstlerisch bearbeiten kann. Wir müssen darauf achten, wie wir die Lücke schließen zwischen dem was wir verhandeln, und wie wir es tun.


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... ist Herausgeber von VAN. Er studierte Development Studies, Ethnologie und Asienwissenschaften in Berlin, Seoul, Edinburgh und London und arbeitete im Anschluss zehn Jahre als Berater in Projekten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. 2014 gründete er mit Ingmar Bornholz den VAN Verlag, wo er auch als Geschäftsführer fungiert. hartmut@van-verlag.com