Ich traf den Cembalisten, Organisten und Alte-Musik-Experten Ton Koopman an einem blassgrauen Morgen in Lübeck, wo er bei einem Festival spielte, das dem barocken Organisten und Komponisten Dietrich Buxtehude gewidmet war. Koopman trug ein dunkelblaues Sakko, ein hellblaues Hemd, eine runde Brille und erdrote Hosen. Er hat hellblaue Augen, suchte aber während unseres Gesprächs nicht viel Blickkontakt. Manchmal hob und senkte er seinen Fuß auf dem dunkelblauen Teppich, wie um die Bewegung beim Treten eines Orgelpedals nachzuahmen.
VAN: Jemand hat mir einmal gesagt, dass Sie in einer Windmühle wohnen.
Ton Koopman: Nein, nein, das stimmt nicht. Aber ich kämpfe gegen diese modernen Windräder, die zur Stromgewinnung eingesetzt werden. Sie sehen so furchtbar aus. In Frankreich, wo ich ein Haus habe, sind solche geplant, und ich bin entschieden dagegen. Bis jetzt konnten wir das Ganze noch verhindern. Es ist genau dasselbe mit Solarpanels – man kann sie auf den Boden stellen, also schraubt sie bitte nicht auf die Dächer!

