Vor 43 Jahren emigrierte die Pianistin Tatjana Geringas, geboren in Klin vor den Toren Moskaus, »da, wo Tschaikowsky seine besten Stücke geschrieben hat«, mit ihrem Mann, dem Cellisten David Geringas, aus der Sowjetunion. Über die Zeit des Abschieds vom Alten und Ankommens im neuen Leben schreibt sie in ihrem Memoirenfragment Unterwegs, ein Mosaik aus Stimmungen, Begegnungen, Erinnerungen, und dabei gänzlich unsentimental. »Ich bin jetzt fast 74, mein Mann ist 72, wir sind noch, entschuldigen Sie, jung, wir fühlen uns so, ja?«, erzählt sie mir in ihrer Wilmersdorfer Wohnung. »Komischerweise haben wir in unseren Köpfen und Herzen immer Zukunft. Wir glauben nicht, dass einen Moment irgendwas stoppt.«
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