Im Jahre 1204 hörte Francesco Bernardone, der Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers aus Assisi, bei einem Kirchenbesuch die Stimme Gottes. Bernardone war damals Anfang zwanzig, ein sorgloser Mann, der gerne Sport trieb, Musik hörte und mit Freunden abhing. All das änderte sich schlagartig mit eben jenem Erweckungserlebnis. Bernardone schwor, ab sofort Gott zu dienen. Der Bischof persönlich war Zeuge, wie der junge Mann sich von allem väterlichen Reichtum und überhaupt jedem Besitz – einschließlich der Kleider, die er am Leib trug – lossagte, um fortan in heiliger Armut zu leben. Diesen Bernardone kennen wir heute als heiligen Franziskus von Assisi.
Im Vorwort zur englischen Übersetzung der Blümlein des heiligen Franziskus, einer Textsammlung, die Bernardones Gefolgschaft nach seinem Tod zusammenstellte, schreibt A.G. Ferrers B. Howell, dass Zeitgenoss:innen Franziskus regelmäßig für verrückt erklärten.

