Die Pandemie hat den Beruf des Konzertagentin von einem auf den anderen Tag genauso obsolet gemacht wie den des Frisörs oder der Gastronomin – mit dem Unterschied, dass wir Agent:innen durch die Absagen enorm viel zu tun haben, um die Planung der Konzerte, für die wir zum Teil schon mehr als zwei Jahre lang gearbeitet haben, rückabzuwickeln. Manche Termine müssen jetzt zum zweiten Mal verschoben werden, weil nun vor Ende des Sommers doch keine Konzerte stattfinden können. Ich freute mich demnach, dass Frau Schmid in VAN Raum gegeben wurde, die Herausforderungen unseres Berufsstands zu schildern. Nur: Das Interview hat mich in seiner geduldigen Ergebenheit des Abwartens etwas traurig gemacht.

Gerade versuchen wir alle, operativ zu überleben, aber es fehlen die Visionen. Nach dem Lockdown werden wir nicht wieder so beginnen können, wie wir aufgehört haben – und ich behaupte, es wird nie wieder so sein. Aber wir haben dadurch auch die Chance, es dann anders anzugehen.

