In seinem Liederzyklus Frauenliebe und Leben machte Robert Schumann 1840 den Versuch, sich in das Fühlen und Denken einer jungen Frau hineinzuversetzen. Heraus kam eine emotionale Geschichte von Liebe, Hingabe und Verlust, die Textvorlage von Adelbert von Chamisso ist allerdings nicht besonders gut gealtert. Stellenweise trieft das darin entworfene Frauenbild vor patriarchalen Projektionen: Wir erleben eine Frau, deren gesamtes Dasein sich um ihren Ehemann dreht und die sich nur zu gerne seinem Willen fügt. Wie kann der heutige Konzertbetrieb umgehen mit diesem Tradwife-Content einer längst vergangenen Zeit?
Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.
Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv
VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.
