Am Ende wird’s dann doch zuerst potenziell kontrovers – und schließlich emotional bewegend im Neuköllner Heimathafen: Denn da kann der Sänger Isaiah Robinson offensichtlich kaum seine Tränen zurückhalten. Kurz davor ließ der Komponist Ted Hearne auf der Video-Ebene von over and over vorbei nicht vorbei dokumentarische Filmaufnahmen deutscher KZ-Gräuel (unter anderem aus Alain Resnais’ Nacht und Nebel) mit Fotografien von Emmett Till überblenden, jenem 14-jährigen schwarzen Jungen, der 1955 im Bundesstaat Mississippi von erwachsenen Weißen aus rassistischen Gründen unvorstellbar grausam ermordet wurde. Am Ende dieser Bilder wird Isaiah Berlin eine Art Loop anstimmen, der auf Whitney Houstons How Will I Know basiert. Das ist kaum auszuhalten.
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