Wie geht es weiter mit den 23 Rundfunkensembles? Bis Ende des Jahres soll eine ARD-interne Arbeitsgruppe »eine kritische Analyse zum Status quo und zu den Zukunftsperspektiven der von den Landesrundfunkanstalten unterhaltenen Klangkörper« vorlegen. Das hatten im März 2025 die Ministerpräsidenten in einer Protokollerklärung zum Reformstaatsvertrag von den Sendern gefordert. Eigentlich sollten auch eine Reduzierung der Klangkörper und alternative Finanzierungsmodelle geprüft werden. Stattdessen wird man sich aber nach VAN-Informationen darauf beschränken, eine Art Leistungsschau zu erstellen. Dafür haben die Orchester, Chöre und Big Bands in den letzten Monaten Zahlen und Statistiken geliefert. 

In der Arbeitsgruppe sitzen die für die Klangkörper verantwortlichen Hauptabteilungsleiter der einzelnen Rundfunkanstalten. Von denen möchte niemand unter Verdacht geraten, die Axt an das eigene Ensemble legen zu wollen – zumal der Reformstaatsvertrag, anders als bei den Radio- und Fernsehsendern, keine konkrete Vorgabe enthält, die Zahl der Klangkörper zu reduzieren. Allerdings geht die Sorge um, dass man am Ende womöglich nicht um Veränderungen herumkommt. »Der Transformationsdruck ist riesig«, so eine Mitarbeiterin eines Orchesters. »Alles wird auf den Prüfstand gestellt. Gut möglich, dass die Politik auch bei den Ensembles Veränderung erwartet – und sei es nur als Signal, dass auch hier was passiert.« 


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