Die musikalische Welt von Maurice Ravel ist sexy und handwerklich überragend. Es scheint, als habe er kein einziges schlechtes Stück geschrieben. »Abgesehen vom Boléro« – sagen manche, halb im Scherz, aber auch das ist Unsinn. Ravels Introduction et allegro ist ein bei Kammermusiker:innen beliebtes und doch irgendwie auch unterrepräsentiertes Stück – im Folgenden erkundet mit Hilfe von Aufnahmen aus England, Österreich, Deutschland, Frankreich und Norwegen.

So viel Kammermusik hat er gar nicht geschrieben, unser attraktiver Lieblingsdandy. Vor 1905 – also vor Introduction et allegro für Harfe, Flöte, Klarinette und Streichquartett – nur drei andere Werke: Sites Auriculaires für zwei Klaviere (1895–97), die frühe Sonate für Violine und Klavier (1897) und das Streichquartett F-Dur (1902–03). Alles großartige Arbeiten. Und dann: Introduction et allegro. Ravel ist genau 30 Jahre alt. (Sein letztes Kammermusikwerk wird übrigens 1930 der Boléro sein. Genauer: Ein eigenes Zwei-Klaviere-Arrangement dieses zwei Jahre zuvor geschaffenen Ballett-Orchesterstücks, mit dem einst der irre Witze-Erzähler in die »Harald Schmidt Show« hineinklingelte.) Hier aber nun eine kleine Einführung in die Welt Ravels: Introduction to Ravel. (Und ein Allegro ist auch dabei.)


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... ist Konzertveranstalter, Moderator, Komponist und Pianist. Er gestaltet innovative Konzertformate, arbeitet als Musik-Satiriker, schreibt Stücke für Solist:innen und Ensembles und Texte für VAN, die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonics und die Bamberger Symphoniker. 2019 war er als Schauspieler an der Volksbühne zu erleben.