Bei seinem ersten Londonaufenthalt im Jahr 1851 besuchte Hector Berlioz mehrere Kammermusikkonzerte der Musical Union, einer von John Ella organisierten Abonnementreihe. Ein Aspekt fiel Berlioz besonders ins Auge: »Monsieur Ella beschränkt sich nicht darauf, für die Aufführung der Meisterwerke zu sorgen, die bei diesen Konzerten auf dem Programm stehen«, schrieb Berlioz, »er möchte vielmehr auch, dass das Publikum sie zu schätzen und zu verstehen weiß«. Die Programme, so fuhr er fort, enthielten »eine synoptische Analyse der Trios, Quartette und Quintette, die dort zu hören sind; eine im Allgemeinen sehr gut ausgeführte Analyse, die zugleich das Auge und den Geist anspricht, indem sie den kritischen Text durch notierte Beispiele auf einer oder mehreren Notenzeilen ergänzt: Sie zeigen entweder das Thema jedes Stücks, eine darin eine wichtige Rolle spielende Figur oder die bemerkenswertesten Harmonien bzw. Modulationen. Mehr Aufmerksamkeit und Eifer kann man kaum aufbringen.«


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?