Am vergangenen Freitag hat der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz bekannt gegeben, dass es keinen Neubau der Oper in Düsseldorf geben wird. Dabei war das hoch ambitionierte Projekt planerisch schon sehr weit gediehen. Angesichts der angespannten Haushaltslage könne die Stadt nicht »guten Gewissens so ein Projekt angehen«, erklärte der Düsseldorfer OB, denn im Haushalt klafft ein Loch von nicht weniger als 470 Millionen Euro.
Nach jahrelangem Trommeln für das Projekt kam die Entscheidung der Stadtspitze für alle Beteiligten so überraschend wie die Einladung zur Pressekonferenz, die morgens um 9.30 Uhr eintrudelte, Start der Pressekonferenz: 13 Uhr. Die Leitung der Oper und die Mitarbeitenden wurden von der schlechten Nachricht des Projektstopps »kalt erwischt« und befinden sich laut der geschäftsführenden Direktorin Alexandra Stampler-Brown derzeit »in Schockstarre«.

