»Und bei euch so?« Die Gespräche über den Ausnahmezustand im Kulturbetrieb sind zur öden Routine geworden. Man weiß was kommt. Geschichten von neuen und wiederverworfenen Plänen, von überstürzt realisierten Digitalprojekten und infrastrukturellen Mängeln, von personellen Engpässen und übermüdeten Eltern, von nächtlichen Anträgen zu aus dem Boden sprießenden Fördertöpfen und kaum zu erfüllen scheinenden Auflagen, von zaghafter Vorfreude auf das nächste Projekt und der Angst vor mangelnder Nachfrage. Die Erfahrungen in den Theatern, Museen und Konzerthäusern ähneln sich allerorten und quer durch die Gewerke. »Was soll man da noch schreiben?«, frage ich die Kolleg:innen in der VAN-Redaktion, als sie mich um eine Einschätzung zur Lage der Musikvermittlung in Zeiten von Corona bitten. Doch sie bleiben hartnäckig und so nehme ich meine homeofficekonformen Noise-Cancelling-Kopfhörer, die ich seit März besitze, und klingle bei den Kolleg:innen durch.


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?