Die »Bundesregierung bleibt verlässlicher Förderer unserer Kultur- und Medienlandschaft«, fasst Kulturstaatsministerin Claudia Roth ihre Sicht auf den Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 zusammen. Besonders für die Freie Szene liest sich der Passus zum Bundeskulturetat im Haushaltsentwurf allerdings wie das genaue Gegenteil. Die Mittel des Musikfonds als wichtiger Förderinstitution für Freie Musiker:innen sollen halbiert werden, die Finanzierung des Bündnis Internationaler Produktionshäuser steht zur Gänze auf dem Spiel. 

Ganz anders klang das noch im Koalitionsvertrag, in dem die Ampel ankündigte: »Wir bauen die Kulturstiftung des Bundes und die Bundeskulturfonds als Innovationstreiber aus und stärken Strukturen der Freien Szene und des Bündnisses der internationalen Produktionshäuser.« In der Folge wurden beispielsweise das Budget des Musikfonds von 2 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 5,25 Millionen Euro in 2024 angehoben. Für 2025 wird der Etat des Musikfonds jetzt wieder auf 2,9 Millionen Euro zusammengestrichen. Dem Bündnis Internationaler Produktionshäuser, das für die Freie Szene wichtige Arbeits- und Auftrittsorte vereint, droht von Seiten des Bundes ein komplettes Aus der Förderung. Das sorgt für große Irritation innerhalb der Freien Szene, so Lena Krause vom Verein Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V. (FREO) gegenüber VAN. »Der Haushaltsentwurf ist unserer Meinung nach ein klarer Bruch des Koalitionsvertrags.« 


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... machte in Köln eine Ausbildung zur Tontechnikerin und arbeitete unter anderem für WDR3 und die Sendung mit der Maus. Nach einem Schulmusik- und Geschichtsstudium in Berlin und Bukarest gibt sie Seminare in Musikwissenschaft und Musikjournalismus und ist Redakteurin bei VAN. merle@van-verlag.com