Ein Interview mit Martina Gedeck.
Wenn Schauspielerinnen und Schauspieler sich Musikprojekten widmen, dann ist das manchmal eine nette, wenig aufwendige Abwechslung zum Film- und Theaterbetrieb. Manchmal ist es aber auch Ausdruck einer ernsthaften Auseinandersetzung mit einer anderen Kunstform, deren Zeichen und Zeitlichkeit. »Ich habe durch die Musik eigentlich gelernt, dass Worte mehr sind als das, was sie transportieren«, erzählt Martina Gedeck, eine der großen deutschen Schauspielerinnen (Rossini, Bella Martha, Das Leben der Anderen, Elementarteilchen). Vor kurzem stand sie in Beat Furrers Oper Violetter Schnee auf der Bühne der Berliner Staatsoper, im Mai folgt ein Else Lasker-Schüler-Abend mit David Adorján (Cello) und Avi Avital (Mandoline) in Duisburg und Zürich. Und irgendwann kommt dann vielleicht Schubert … Ein Gespräch über musikalische Sozialisierung, das präzise Spiel auf der großen Bühne und Lieblings-Filmmomente mit Musik.

