Kürzlich traf ich den Tenor Mark Padmore auf einen Tee im Backstage-Bereich der Berliner Philharmonie – wir konnten nirgendwo anders hingehen, weil es draußen in Strömen regnete und hagelte. Er trug einen schwarzen Pullover über einem hellgrauen Shirt, dazu ein schlichtes Armband aus Bronze, und kam gerade von einer Probe mit dem Geiger Pekka Kuusisto und Mitgliedern der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker.Padmore schwärmte während des Interviews immer wieder von Kuusistos Energie und Hingabe. Im folgenden Konzert hatte ich allerdings das Gefühl, dass Padmore Kuusisto die Show stahl mit Witold Lutosławskis unbekannten, surrealistischen und raffinierten Paroles tissées für Tenor und Kammerorchester zu einem Text von Jean-François Chabrun.
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