When she crossed the border
You could hear her sing
with silk serenity on her face

She became my mother
she knew I’d understand
and rocked me back and forth when she’d sing

الهی فدات شم عزیز

Als sie die Grenze überschritt
konnte man sie singen hören
und ihr Gesicht war von seidenweicher Ruhe

Sie wurde meine Mutter
Sie wusste, dass ich verstehen würde
und wiegte mich, wenn sie sang

»Mein Schatz, darf ich mich für dich opfern«

Aus Elahii von MADANii

Zu Beginn des Songs Elahii kreisen sechs Geigen und zwei Bratschen mit ihren Bögen über die Saiten. Man hört ein flirrendes Rauschen und nur selten einen verwaschenen Ton, darüber schwebt der weiche Klang der Duduk von Deniz Mahir Kartal. Dann beginnt MADANii mit sanft vibrierender Stimme im langsamen ¾-Takt zu singen. Die Bühne im Festsaal Kreuzberg wirkt zu klein für die Sängerin zwischen den 16 Musiker:innen des Konzerthausorchesters, Kartal und Dirigent Miguel Pérez Iñesta. Ihre Gesten sind groß, ihre Mimik ausdrucksstark. 

Now I carry her tongue like a warm chai
All curled up like a kiss I give myself at bedtime
Even if it stings

Oh they made me be ashamed of it
Now I’m proud of Maman’s accent

الهی فدات شم عزیز

Jetzt trage ich ihre Zunge wie einen warmen Chai
Eingerollt wie ein Kuss, den ich mir selbst zum Schlafengehen gebe
Auch wenn es sticht

Oh, sie machten, dass ich mich dafür schäme
Jetzt bin ich stolz auf Mamans Aktzent

»Mein Schatz, darf ich mich für dich opfern«

Sehr plötzlich grollt es in der zweiten Strophe tief und laut, genau wie im Original.

MADANiis Originalversion von Elahii

»Für mich ist wichtig, ob das Gefühl der Songs rüberkommt«, erklärt mir MADANii. Normalerweise tritt sie als Solokünstlerin auf, singt mit zum Teil stark bearbeiteter Stimme auf Englisch und Farsi zu Tracks, die R&B, Trap und andere Spielarten der elektronischen Musik mit traditionellen iranischen Instrumenten wie Ney oder Kamantsche verbinden. Viele Songs drehen sich um MADANiis Erfahrungen als Tochter iranischer Geflüchteter in Deutschland. Ihr bisher erfolgreichster Track ist Dast, mit dem sie auf die rassistischen Morde in Hanau reagiert.

MADANiis Originalversion von Dast

Für Kammerorchester arrangiert wurden MADANiis Songs von Ian Anderson, der außerdem auch an der Bratsche mit auf der Bühne sitzt. »Ich wollte Ian, Miguel und den Musiker:innen erstmal freie Hand geben«, erklärt mir MADANii vor der Generalprobe. »Ich will ja nicht, dass sich die Songs genau wie immer anhören. Ich will wissen, wie sie sich anhören, wenn ein Kammerorchester sie spielt.« Trotz der wenigen Probenzeit wirkt sie völlig entspannt. »Es hätte tatsächlich auch komplett nach hinten losgehen können, wenn ich die Arrangements gehört und gesagt hätte: ›Das passt alles vorne und hinten gar nicht.‹ So war es glücklicherweise überhaupt nicht.« Allein auf dem Einsatz von Autotune und ihren Rap-Parts habe sie von Anfang an bestanden. »Alles andere ist extrem organisch – sehr, sehr viel weniger effektiert, als ich normalerweise spiele. Aber Autotune wollte ich, als Kontrast.«

Anderson arrangiert seit Jahren Popmusik für klassische Instrumente: Anoushka Shankars Album Chapter III: We Return to Light für ihren Auftritt bei den BBC Proms oder Werke von Moor Mother, Billie Eilish, R.E.M., Björk oder Depeche Mode. Aufgeführt werden seine Bearbeitungen von Ensembles wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Beethovenorchester Bonn oder an der Komischen Oper Berlin. (Außerdem ist Anderson Solobratscher beim Scottish Ballet und Teil von Wooden Elephant und dem Sonar Quartett.) »Manchmal ist es gar nicht so einfach, interessante Wege zu finden, wenn man Popmusik für Orchester bearbeitet«, schreibt er mir, »aber bei jedem einzelnen Song von MADANii war mir fast sofort klar, was ich daraus machen will. Das zeigt meiner Meinung nach, wie gut und vielseitig ihre Musik ist.« In den meisten Stücken kommt das ganze Kammerorchester zum Einsatz, oft mit modernen Spieltechniken wie Multiphonics in der Bassklarinette oder mit Büroklammern auf den Saiten der Streichinstrumente. »Nur bei Tehran is Burning haben wir die Streicher weggelassen und ein Monster aus Blechbläsern und Percussion geschaffen«, meint Anderson. »So ist es besonders brutal und karg. Wir dachten: Das ist der perfekte Sound für einen Track, in dem es darum geht, dass Teheran in Flammen steht.«

MADANiis Originalversion von Tehran is Burning

Sowohl die Besetzung mit Kammerorchester als auch das Konzerthaus als Institution sind fest in der westeuropäischen Klassik-Tradition verwurzelt. Beide blicken jetzt aus dieser Perspektive auf MADANiis Tracks und die darin verarbeiteten Erfahrungen. Ist das nicht auch etwas merkwürdig?, frage ich sie. »Ich habe schon darüber nachgedacht. Mir war von Anfang an klar, dass wir Solisten brauchen, die nicht nur westliche Kulturen repräsentieren«, erklärt MADANii. »Es ist natürlich ein Spannungsfeld. Es geht schon los mit der Frage: Was haben die Musiker:innen an? Steckt man jetzt alle in den Frack? Und was bedeutet es, wenn man das nicht macht? Wirkt es dann, als würde man die Musik weniger ernst nehmen?« Dabei ist der Künstlerin aber wichtig zu betonen: »Ich bin keine Repräsentantin des Iran. Ich bin in München geboren, ich bin hier aufgewachsen. Ich habe iranische Elemente in meiner Musik, weil ich in einer iranischen Familie groß geworden bin. Das hat mich musikalisch geprägt. Ich repräsentiere nicht die iranische Community, ich repräsentiere meinen Klang: welche Einflüsse bei mir zusammenkommen, was ich im Ohr habe und was ich schön finde.« 

Auch mit westlicher klassischer Musik ist MADANii groß geworden, ihre Eltern hörten sie viel, in ihrer Jugend hat sie klassisches Klavier und klassischen Gesang gelernt. Vor einem Orchester stand sie noch nie, aber mit Bigband hat sie längere Zeit gesungen. 


Zu Beginn des Konzerts beim İÇ İÇE Festival für neue anatolische Musik und postmigrantische Perspektiven in Deutschland ist der Festsaal Kreuzberg noch recht leer. Die Hitze hat Berlin erreicht, es sind gute 30 Grad, und die meisten Gäste des İÇ İÇE Festivals sitzen mit einem kühlen Getränk draußen im Schatten. Das Publikum lässt sich eher treiben, als dass es pünktlich zu Beginn einer Performance vor der Bühne wartet. Als Dirigent Iñesta auftritt, applaudiert die noch eher kleine Crowd sehr verspätet – dieses Ritual scheinen hier nur wenige zu kennen. Mit dem ersten Ton füllt sich der Saal dann aber schnell. Bald wird nach jedem Song, dann sogar zu jedem Drop gejubelt. »We love you!«, ruft jemand, MADANii formt immer wieder mit beiden Händen kleine Herzen. Viele im Publikum wiegen sich im Takt, manche tanzen wild, einige knutschen. 

Bei İÇ İÇE kennen viele MADANii schon von ihrem gefeierten Auftritt 2025. Das Festival ist, so erklärt mir Melissa Kolukisagil, die Gründerin und künstlerische Leiterin, ein »Community-Event«, das diasporische Perspektiven in den Mittelpunkt stellt. »Sie sind bei uns nicht Randerzählung wie sonst. Wir machen ein Musikfestival, zu dem Menschen kommen, um Musik zu entdecken, aber auch Menschen auf Bühnen, mit denen sie sich auf irgendeine Art und Weise identifizieren können, sei es durch Queerness oder eine Sprache, ein Instrument oder Klänge.« Das führt zu einem anderen Blick auf die Künstler:innen als im Konzerthaus üblich: »Im Orchester spricht man von den Mitgliedern eher als ›die erste Geige‹, zum Beispiel, da geht es gar nicht um die Persönlichkeit, sondern eben um das Spiel und die Kontrolle über das Instrument, davor habe ich größte Hochachtung«, so Kolukisagil. »Bei uns geht es um die Erfahrungen, die die Personen mitbringen, die Geschichten, die sie erzählen möchte, die mehrfachen Zugehörigkeiten und wie sie die zum Schwingen bringen. Das ist natürlich ein ganz anderer Ansatz.« 

Eine Produktion mit Kammerorchester könnte sich İÇ İÇE selbst nie leisten. »Die Kooperation macht das möglich, wir können unser Glück da kaum fassen«, meint Kolukisagil. Rein organisatorisch sei es trotzdem nicht immer einfach – allein schon wegen der wenigen Backstageräume und der kurzen Soundcheckzeiten. »Es kommen auf jeden Fall Welten zusammen«, so Kolukisagil. »Ich würde nicht sagen ›prallen‹, das ist so brutal, aber es kommen Welten zusammen. Da muss man natürlich den Willen zeigen, eine gemeinsame Sprache zu finden.« Den zeigen in der Organisation von İÇ İÇE genau wie vom Konzerthaus offensichtlich alle Beteiligten. Dabei hilft auch die Haltung, mit der der neue Konzerthausintendant Tobias Rempe zu dieser Saison angetreten ist, erzählt Kolukisagil: »Tobias meint es sehr ernst mit seiner Vision, aus dem Konzerthaus wirklich ein Konzerthaus der Mitte zu machen – mitten in der Stadtgesellschaft mit allen Bezügen, die es braucht.«

Das Konzerthaus hat sich mit seiner neuen Initiative nextdoor vorgenommen, in Beziehung zu treten mit der Stadtgesellschaft und ihren verschiedensten Subkulturen, und dabei gerade nicht als einseitiger Impulsgeber aufzutreten, sondern mit Lernbereitschaft. Die Musiker:innen vom Konzerthausorchester, die jetzt mit MADANii spielen, wurden ausgewählt und einzeln angefragt, ob sie sich eine Teilnahme am Projekt vorstellen können. »Ich glaube, es gibt manche, die sagen, sie spielen und Tschaikowsky, Brahms und Beethoven«, erzählt mir Geigerin und Orchestervorstand Karoline Bestehorn. »Andere haben immer Lust, was anderes auszuprobieren.«

Beim Auftritt wirken einige Orchestermusiker:innen sehr konzentriert und etwas steif, manche kämpfen offensichtlich mit der Lautstärke des Schlagzeugs, viele haben aber auch sichtlich Spaß, zum Beispiel Solo-Kontrabassistin Maria Krykov: »Ian [Anderson] hat moderne Spieltechniken eingebaut, vor allem für die Geigen. Bei den Proben musste er erst erklären, was er wollte. Er hat wirklich ganz andere Klänge geschaffen, das ist cool.« 

Für ein Geigensolo in Stupiid Empathy befestigt die Konzertmeisterin einen winzigen Holzstift an ihre Saite, »um einen Klang zu erzeugen, der wie bearbeiteter Gesang klingt«, erklärt Anderson. »Sie hat ihr ganzes Leben damit verbracht, zu üben, schön zu klingen, und dann komme ich daher und bitte sie, ein Solo zu spielen, das furchtbar klingt, aber auf eine coole Art – das hätten nicht alle klassischen Musiker:innen gemacht.« 

MADANiis Originalversion von Stupiid Empathy

»Fachlich ist es nicht besonders schwer, aber man muss sehr aufeinander hören«, erklärt Geigerin Bestehorn. »Man kann nicht so steif da sitzen, man muss mitgehen. Man muss sich darauf einlassen, körperlich, auch auf die Lautstärke vom Schlagzeug.« Manche Stellen seien »einfach tödlich« trotz Ohrstöpsel und Lärmschutz, »aber es braucht auch eine Lautstärke, damit es eine Wirkung erzielen kann, damit man es auch im Körper spürt«.

Nach einigen Tracks gibt es so anhaltenden Zwischenapplaus für das Orchester, dass es schon einmal aufsteht und Dirigent Iñesta sich verbeugt. Manche Musiker:innen lächeln eher scheu bei so viel Zuspruch, vor allem, als lautstark eine Zugabe gefordert wird. »Dast war ein bisschen langsam«, sagt MADANii, »das machen wir einfach nochmal schneller.«

In Andersons Arrangement von Dast singen neben MADANii auch die Orchestermusiker:innen – auf Farsi. »Ich finde das super cool«, erklärt MADANii vor der Generalprobe. »Mir fällt das nicht so auf, aber ich glaube, es sind viele Sachen dabei, die nicht unbedingt normal sind für eine Orchesterprobe. Es ist lustig, die Reaktion der Leute zu sehen.« »Klar gibt es einen Unterschied zu dem, was ich normalerweise mache«, meint auch Kontrabassistin Krykov vor der Generalprobe. »Es ist einfach eine andere Art von Musik, man kann das gar nicht wirklich vergleichen. Probe ist Probe, aber trotzdem ist es ganz, ganz anders.«


Die Kooperation kommt für das İÇ İÇE Festival genau zur richtigen Zeit. »Als İÇ İÇE entwickeln wir uns gerade dahin, dass wir institutionell immer mehr Anschlüsse haben«, erklärt Kolukisagil. Die Abendveranstaltung BİZ BİZE (unter anderem mit DJ Ipek) fand beispielsweise im Gropiusbau statt, Ende Juli kehrt İÇ İÇE zum wiederholten Male zurück zu den Münchner Kammerspielen. »Jetzt arbeiten wir mit dem Konzerthaus, machen aber auch einen Summer Rave im Else Club. İÇ İÇE hat viele Seiten und kann in verschiedenen Formaten in Erscheinung treten. Und da ist uns Konzerthaus genauso wichtig wie Club.«

Als Teil der freien Szene ist İÇ İÇE darauf angewiesen, immer wieder neue Projektgelder zu akquirieren. »Letztes Jahr konnte ich keine Förderung eintreiben«, erzählt Kolukisagil. »Wir mussten das Festival auf Crowdfunding-Basis machen und waren so ausgebrannt, dass ich mir nicht sicher war, ob wir dieses Jahr überhaupt ein Festival machen wollen und können. Die Konzerthaus-Kooperation, die wir letzten Herbst angestoßen haben, war ein erster Funke in mir, der gesagt hat, dass İÇ İÇE noch nicht auserzählt ist. Die Kooperation hat uns ein bisschen dazu gebracht, weiterzumachen.« Im November 2026 kuratiert İÇ İÇE einen ganzen Festivaltag im Konzerthaus, MADANii und das Konzerthausorchester werden hier nochmal autreten. 

Dabei wirkt die Kooperation für İÇ İÇE auch über die beiden Konzerte hinaus: »Das Konzerthaus als Institution, die besser finanziert ist, hat gesagt: ›Wir sehen euch und es braucht euch und wir würden gerne mit euch kooperieren‹«, so Kolukisagil. »Natürlich ist so eine Kooperation, wenn wir in Fördermittellogiken denken, gut, weil sie Relevanz unterstreicht, weil wir so nicht als Diversity-Nischen-Community-Event abgetan werden, sondern als das gut vernetzte, etablierte Musikfestival dastehen, das wir sein wollen.«

Auch die beteiligten Orchestermusiker:innen nehmen von dem Projekt etwas mit: »Dena hat so eine gute Verbindung zu ihrem Körper und so eine Lust auf der Bühne«, meint Geigerin Bestehorn. »Davon kann man sich eine Scheibe abschneiden.« Und in der Probe verspricht ein Musiker, eine Multiphonic-Spieltechnik noch besser zu üben. 

Musikalisch funktioniert schon vieles: Das gelegentliche Singen oder Flüstern der Instrumentalist:innen ist erstaunlich berührend. Immer wieder entstehen vor allem in der Streichersektion sirrende Klangflächen, die sehr gut zu MADANiis warmer und etwas rauer Stimme passen, die Blech-Sektion sorgt dafür, dass die lauten Stellen knallen wie die Original-Tracks. Deniz Mahar Kartals Parts mit Duduk beziehungsweise Ney mischen sich perfekt mit dem Klang von Streichern und Bassklarinette. MADANii fühlt sich sichtlich wohl und singt genauso ausdrucksstark wie in ihren Solo-Performances, auch wenn die Begleitung durch das Konzerthausorchester rhythmisch oft viel uneindeutiger ist und sie den Dirigenten auf der engen Bühne kaum sehen kann. 

Einzig an den Groove der Original-Tracks kommen die Arrangements nicht immer heran. Das sei, so Anderson, bei der Bearbeitung von Popmusik für Orchester immer eine besondere Herausforderung. Darauf angesprochen meint Kontrabassistin Krykov: »Wenn man einen Dirigenten hat und ihm folgt … Musiker:innen, die diese Art von Musik jeden Tag spielen, hören einfach auf das Schlagzeug und folgen dem. Wir müssen jede Note lesen. Vielleicht kommt dabei am Ende ein anderer Klang raus.«

Für November ist eine Wiederholung des Konzerts geplant, in gleicher Besetzung aber im Konzerthaus. Ein paar Stellen will er bis dahin noch anpassen in den Arrangements, meint Anderson. 

Gerade für eine Kooperation wie diese, bei der ganz unterschiedliche Arbeitsweisen, Genres, Künstler:innenidentitäten und Erfahrungen aufeinandertreffen, kann es eine große Chance sein, über längere Zeit wachsen zu können. Vielleicht geht die Zusammenarbeit danach also in eine neue Runde? Als Vorbild dienen könnte in dieser Hinsicht die mittlerweile mehr als zehn Jahre andauernden Zusammenarbeit von Derya Yıldırım und dem Ensemble Resonanz (das Tobias Rempe vor dem Wechsel ans Konzerthaus leitete). Immer wieder treffen die Sängerin und Bağlama-Spielerin und das Streicherensemble in verschiedenen Konzerten und Projektphasen aufeinander. 

Ob als erster Auftakt oder eins von zwei Konzerten – beim Publikum kommt der Auftritt sehr gut an, die beteiligten Musiker:innen scheinen das ähnlich zu sehen. »Mir hat es tierisch Spaß gemacht«, sagt Geigerin Bestehorn nach dem Konzert. »Ich fand es eine tolle Mischung aus Ernsthaftigkeit und Spaß. Es gab in dieser Dreiviertelstunde nichts Banales.« Gleichzeitig wird klar: Viele Musiker:innen bewegen sich hier auf Pfaden, auf denen sie sich künstlerisch (noch) nicht sonderlich sicher fühlen. Das klingt zum Beispiel an in einem Kommentar des Bassklarinettisten beim Einpacken nach einer Probe. »Das ist was für Unverdrossene!«, sagt er über das Projekt. Allerdings ist er dabei offensichtlich in bester Stimmung.¶

... machte in Köln eine Ausbildung zur Tontechnikerin und arbeitete unter anderem für WDR3 und die Sendung mit der Maus. Nach einem Schulmusik- und Geschichtsstudium in Berlin und Bukarest gibt sie Seminare in Musikwissenschaft und Musikjournalismus und ist Redakteurin bei VAN. merle@van-verlag.com