Laurie Anderson, Performance-Künstlerin, Geschichtenerzählerin und Frau von Lou Reed, gestaltet für die Elbphilharmonie ein viertägiges Festival. Angereist ist sie unter anderen mit dem tibetischen Mönch Tenzin Choegyal, dem Bassisten Greg Cohen und Stewart Hurwood von The Velvet Underground. Die 71-Jährige wirkt in ihrer Präsenz ein wenig ermattet, mit ihren wachen, grünen Augen, die immer wieder in den Hafennebel schweifen, als ich sie inmitten des Festivals in ihrer Garderobe in der Elbphilharmonie besuche. Vieles ist improvisiert, ungeplant. »Be fearless« gehört zu ihren Grundprinzipien, die sich stark aus der buddhistischen Praxis speisen. Doch immer wieder flackert durch ihr Mitgefühl auch eine Flamme von Anarchie. »I don’t like anyone to tell me what to do«, sagt sie, auf sehr sanfte Art.


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... hat französische und deutsche Literatur sowie Kulturmanagement in Bonn, Paris und Hamburg studiert. Heute arbeitet sie als freie Journalistin, Kuratorin und Dramaturgin im Bereich klassischer Musik. Unter anderem ist sie für die Donaueschinger Musiktage oder die Elbphilharmonie tätig, kuratiert die Philosophiereihe »Bunkersalon« mit dem Ensemble Resonanz, entwickelt die globale Konzertreihe »Outernational« und schreibt für das VAN Magazin.