Mondäne Partys auf Staatskosten, Theaterimperien und das heißbegehrte, manchmal lebensnotwendige Oligarchengeld – Liudmila Kotlyarova hat in der Schmutzwäsche der russischen Kulturszene gewühlt und erklärt deren Finanzierungsmechanismen.
Es gibt diese Events, die nicht nur peinlich sind, sondern auf denen man sich regelrecht fremdschämt. Wie beim »BraVo« – der Preisverleihung für internationale Popmusik und klassische Kunst, die Anfang März erstmals in Moskau stattfand, und deren Name eigentlich nur ironisch gemeint sein kann. Der Klassik-Teil des bunten Spektakels erinnerte an eine Mischung aus Oscar-Verleihung und Eurovision Song Contest.

