»Felor Badenberg absolviert die mit Abstand meisten Dienstreisen aller Senatsmitglieder«, berichtete der ›Tagesspiegel‹ in seiner gestrigen Ausgabe. In weniger als drei Jahren meldete die Berliner Justizsenatorin (CDU) 43 Dienstreisen – mehr als doppelt so viele wie das Senatsmitglied mit den zweitmeisten Reisen, Innensenatorin Iris Spranger (20 Dienstreisen), und auch deutlich mehr als der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (18 Dienstreisen). Auffallend sei zudem nicht nur die Anzahl der Reisen, sondern auch deren Ziele: Diese lägen häufig in Badenbergs Heimat NRW, wo die Senatorin in Köln eine Wohnung besitzt und oft ihre Wochenenden verbringt. In zahlreichen Fällen stünden diese Heimatbesuche in Verbindung mit NRW-Dienstreisen an einem Freitag oder Montag. »Hat Badenberg private Termine als Anlass für Dienstreisen genutzt?«, fragt der ›Tagesspiegel‹ – die Justizverwaltung verneint, die Senatorin spricht von Unterstellung, die Opposition von »einem Anschein von Selbstbedienungsmentalität«.
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