In Gotteshäusern werde ich hibbelig und bei Beerdigungen reiße ich Witze. Man könnte mich also mit Fug und Recht als pietätlos bezeichnen. Aber einmal habe ich göttliche Präsenz verspürt, an einem Mittwoch im College, während einer Chorprobe. Mitten in John Rutters Requiem gab es diesen einen gemeinsamen Moment. Meine Stimme wurde die meiner Nachbarin. Unser Atem verschmolz zu einer Einheit, zu flüssigem Gold. Da verstand ich, was Spiritualität bedeutet. Und dass sie zutiefst lebendig ist.


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… ist Autorin, Wissenschaftlerin und Musikerin. Sie lebt in Chicago.