Im Februar spielte der französische Organist Olivier Latry ein Programm mit Musik von Olivier Messiaen, Gerald Levinson und Jean-Louis Florentz in der Elbphilharmonie. In gewisser Hinsicht war er damit zu Gast bei Iveta Apkalna – des Saals und Künstlerische Beraterin in allen Belangen für den König der Instrumente.Vor dem Konzert traf ich die beiden in einem minimal, weiß eingerichteten Raum mit einer fantastischen Aussicht auf Hamburg. Sie waren freundlich, obwohl Latrys Ausdruck, wenn er gerade nicht sprach, etwas Ungerührtes, fast Strenges annahm.

VOR DEM INTERVIEW · Foto SHIN YOUNG LEE
VOR DEM INTERVIEW · Foto SHIN YOUNG LEE

VAN: Olivier, Sie sind einer der Titulaires des Grandes Orgues in Notre-Dame de Paris. Iveta, Sie haben den gleichen Titel inne, aber in einem säkularen Konzerthaus. Wie unterscheiden sich die beiden Stellen?

Olivier Latry: Wenn man Organist in Notre-Dame ist, dann spielt man zu den Messen. Das ist die Hauptaufgabe. Und dann beschäftigen wir uns eben außerhalb der Arbeit in Notre-Dame mit unseren eigenen Konzerten. Aber der Hauptpart ist die Liturgie.Iveta Apkalna: Ich bin als Konzertorganistin auch oft auf Tournee, aber an diesem Ort hier verbringe ich einen Großteil meiner Zeit: Ich spiele selbst – und darüber hinaus mache ich Kinder mit dem Instrument bekannt und andere Menschen, die sich mehr mit Orgelmusik beschäftigen wollen. Ich gebe Workshops und schaffe generelle Möglichkeiten, die Orgel zu entdecken.


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?