Gyöngyös am Rand des ungarischen Mátra-Gebirges ist eine schöne kleine Stadt mit etwa 33.000 Einwohner/innen. Heute ist ein herrlicher Spätsommertag in dem Örtchen mit seinen alten, bunten Häusern. Iván Fischer war mit im Flugzeug nach Budapest, etwa eine Autostunde von hier entfernt. Er leitet – neben dem von ihm gegründeten Budapest Festival Orchestra – seit ein paar Jahren als Chefdirigent das Konzerthausorchester Berlin und hat dort vor kurzem seinen Vertrag bis 2018 verlängert.

Die 1913 von Architekt Lipot Baumhorn erbaute Synagoge von Gyöngyös
Die 1913 von Architekt Lipot Baumhorn erbaute Synagoge von Gyöngyös

Die Synagoge von Gyöngyös sieht nur von außen nach einer Synagoge aus; und zwar exakt so, wie man sich ein jüdisches Gotteshaus durch die Jugendstil-Brille vorstellt; sie wurde 1913 erbaut. Innen gibt es eine Art »Bühnenfläche« – es sind Notenständer für die Musiker/innen aufgestellt. Die Hälfte des Innenraumes wird von einem sperrigen, vergitterten Treppenaufgang eingenommen, der zu leerstehenden Stauräumen führt, die einem Fernsehteam, Journalisten und weiteren Zuschauern jetzt als »erster und zweiter Rang« dienen.


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... ist Konzertveranstalter, Moderator, Komponist und Pianist. Er gestaltet innovative Konzertformate, arbeitet als Musik-Satiriker, schreibt Stücke für Solist:innen und Ensembles und Texte für VAN, die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonics und die Bamberger Symphoniker. 2019 war er als Schauspieler an der Volksbühne zu erleben.