Wer auf der Bühne oder vor der Kamera in fremde Rollen schlüpft, macht sich verletzlich an Leib und Seele, das wissen wir spätestens seit Anti-Missbrauchs-Kampagnen wie Metoo oder Time’s Up. Für Szenen, in denen es um Sex, Gewalt oder andere Formen extremer körperlicher Nähe geht, setzen Film- und Fernsehteams deshalb inzwischen vermehrt professionelle Intimitätskoordinator:innen zum Schutz der Darstellenden ein. Das Musiktheater zieht langsam nach: Häuser wie das Londoner Royal Opera House und das Gran Teatre del Liceu in Barcelona engagierten für einzelne Produktionen bereits entsprechende Expert:innen. Auch hierzulande nimmt die Debatte zusehends Fahrt auf: Vor allem Stimmen aus Studium und Lehre fordern, Intimitätskoordination schon in der Ausbildung zum Thema zu machen.
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