Knapp über ein Jahr ist es nun her, dass das Notfall-Förderprogramm Neustart Kultur der Bundesregierung abgeschlossen wurde: Knapp 2 Milliarden Euro über drei Jahre, die die gebeutelte Kulturszene über die schwere Pandemie-Zeit bringen sollten, inklusive erleichterter Antragsstellung, weniger bürokratischer Durchführung und Abwicklung und vor allem der Möglichkeit auf Förderung von Strukturen statt Projekten. Unter anderem in der anschließenden gemeinsamen Evaluation des Programms durch FREO e.V. und den Deutschen Musikrat äußerten sich die Geförderten in großer Mehrheit dankbar, begeistert, beflügelt.

Aber wie geht es jetzt weiter? Der Aufprall, das zeigt sich nach und nach, gestaltet sich für viele Künstler:innen und Ensembles nämlich durchaus hart – vor allem auch dadurch, dass laut aktuellem Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 die Mittel für die Bundeskulturfonds drastisch gekürzt werden sollen und einige Künstler:innen, Kulturstätten und Ensembles erneut um ihre Existenz fürchten müssen. Dabei steht das im Koalitionsvertrag anders – der nämlich sah explizit eine Stärkung der Strukturen der freien Szene vor. Zu diesem Bruch kommen noch gestiegene Lebenshaltungskosten und Mieten hinzu, etwa für Konzert- und Probenräume.


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… schreibt als freiberufliche Musikjournalistin unter anderem für die Zeit, den WDR und den SWR. Nach dem Musikstudium mit Hauptfach Orgel und dem Master in Musikjournalismus promoviert sie am Institut für Journalistik der TU Dortmund im Bereich der Feuilletonforschung.