Gustavo Gimeno im Interview.
Ich treffe Gustavo Gimeno in einer Amsterdamer Brasserie, einen Steinwurf entfernt vom Concertgebouw, wo seine Karriere als Solo-Schlagzeuger im Concertgebouw-Orchester anfing. Eigentlich war der Plan, nur zwei Jahre zum Studium nach Amsterdam zu gehen, und sich danach irgendwo ein Orchester zu suchen, erzählt er. Aber dann sei alles aus dem Ruder gelaufen. Seit 2015 ist Gimeno mittlerweile Chefdirigent des Orchestre Philharmonique du Luxembourg, ab der Saison 2020 wird er zusätzlich die Position des Musikdirektors beim Toronto Symphony Orchestra übernehmen. »Ab acht Jahren fühlt sich eine Dirigent-Orchester-Beziehung nach Substanz an«, sagt er später im Gespräch. Er wird also vermutlich eine Weile transatlantisch unterwegs sein. Die Frage, ob dies auch einen Wohnortwechsel mit sich bringt, erübrigt sich gleich zu Beginn: Gimeno ist mit seiner Familie gerade in die Nähe des Concertgebouw gezogen und hat die Handwerker zu Hause.

