Letzten Monat schrieb ich für die New York Times über mein aktuelles CD-Projekt: die Goldberg-Variationen für Harfe. Dabei wurde mir klar: Sooft ich in meiner Musiker-Biografie Instrumente und Repertoire gewechselt habe – immer begleiteten mich, als einziges Kontinuum, Bachs Goldberg-Variationen. Mit von der Partie war dabei – genauso kontinuierlich – meine Unzufriedenheit mit dem Werk. Bitte nicht falsch verstehen: Die Variationen sind natürlich unfassbar großartig. Vom Klavier übers Cembalo bis zur Orgel fand ich aber, bedingt durch die jeweiligen Eigenheiten der Instrumente, bestimmte Aspekte des Werkes immer auf die eine oder andere Art enttäuschend. Jetzt habe ich die Variationen auf meinem Hauptinstrument, der Konzertharfe, eingespielt – ein Novum, aber eins mit Tradition. Die Geschichte der Goldberg-Arrangements ist lang (tatsächlich gab es auch vorher schon welche für Harfe). Sie spielten eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung und Bewahrung dieser Musik. Für VAN habe ich mein ganz persönliches Best-of zusammengestellt.
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