Wer ab 1941 als Geiger oder Bratschist musikalisch erfolgreich und vor allem ideologisch auf Linie mit dem NS-Regime war, hatte die Chance, vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) ein Instrument von Geigenbaugrößen wie Guarneri, Guadagnini oder Stradivari verliehen zu bekommen. Ankauf und Ausleihe der sogenannten »Meistergeigen« waren Teil einer großangelegten kulturpolitischen Strategie zur Aneignung und Umverteilung wertvoller kultureller Ressourcen im Zeichen der Propaganda nationalistischer Politik und Weltanschauung.
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