Am 20. November 2019 veranstaltete die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) in Frankfurt am Main ein ganztägiges Symposium zur Situation freier Ensembles in der aktuellen Musik. Veranstalter, Förderer und Ensemblevertreter*innen diskutierten über Förderstrukturen, Finanzierungs- und Organisationsmodelle, neue Konzertformate und Zielgruppenansprache, über das große Ganze und den Teufel, der im Detail liegt. Am Ende des Tages, nach Panels, Diskussionsforen und Kaffeegesprächen blieb bei mir ein Gefühl der Irritation zurück. Hier war eine Szene versammelt, die die Musik seit der Nachkriegszeit maßgeblich geprägt und bei Repertoireentwicklung, Interpretationen und Aufführungspraxis neue Maßstäbe gesetzt hat. Gleichzeitig scheint sich diese Bedeutung kaum in den Arbeitsbedingungen und den Umfeldherausforderungen vieler freier Ensembles zu spiegeln, im Gegenteil. Woran kann das liegen?
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