Körperlichkeit, Gestik und Mimik sind als Ausdrucksformen in der Neuen Musik seit Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken, von einer »performativen Wende« ist die Rede. Selten wird diese aber so ernst genommen wie beim ensemble in transition: In der Besetzung Querflöte (Desirée Hall), Cello (Larissa Nagel), Sopran (Maren Schwier) und einer tauben Gebärdensolistin (Kassandra Wedel) schafft das Ensemble gemeinsam mit Komponistinnen und Komponisten Werke, die jedes für sich genommen sowohl rein akustisch als auch rein visuell rezipierbar sind. 

Mit der Ensemblegründerin und Projektleiterin Désirée Hall spreche ich über Kompositionen, bei denen Barrierefreiheit kein nachträglicher Versuch der Übersetzung ist, sondern Ausgangspunkt des künstlerisch-dramaturgischen Prozesses, und die traditionsreiche (und in der Neuen Musik bisher trotzdem wenig präsente) Kunstform der Gebärdenpoesie.


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... machte in Köln eine Ausbildung zur Tontechnikerin und arbeitete unter anderem für WDR3 und die Sendung mit der Maus. Nach einem Schulmusik- und Geschichtsstudium in Berlin und Bukarest gibt sie Seminare in Musikwissenschaft und Musikjournalismus und ist Redakteurin bei VAN. merle@van-verlag.com