Also gut: Sechs Stunden Heiligenvita im christophil-esoterischen Kosmos eines Karlheinz Stockhausen? Selbst mit Sepia-geschwärzten Galaktika-Burgern in der Pause – eine harte Prüfung. Sabine Weber feiert Regisseurin Lydia Steier dafür, dass sich das alles so gelohnt hat.
ZUR EINORDNUNG DES GANZEN – INTRO VON TITUS ENGEL (MUSIKALISCHE LEITUNG)
Die Kürtener Wahrungsanstalt für aufführungspraktisch korrekte Stockhausen-Klangregie sitzt natürlich auch im Boot, in Person einer der letzten Wegbegleiterinnen des Meisters. Kathinka Pasveer hat meist die Finger mit im Spiel, sobald »Stockhausen« auf dem Zettel steht. Bereits Monate vor dem großen Donnerstag sind die zentralen Protagonisten in den Räumen der Stockhausen-Stiftung bei ihr aufgelaufen – vor den Toren Kölns für die Basler Mission. Der Trompeter Paul Hübner ist Michael. Der in New York lebende Tenor Peter Tantsits ist auch Michael. Eine Tänzerin ebenfalls.

