»Die Lage ist ziemlich kompliziert, da Maestro selbst noch nicht in Breslau ist…«, stand in der E-Mail. Das Interview – allein dort hinzukommen hatte 10 Stunden im Polskibus gedauert (was in etwa 100 an anderen Orten verbrachten Stunden entspricht) – lief völlig aus dem Ruder. »Maestro«, Vorname Krzystof, Nachname Penderecki – schon die Bezeichnung suggeriert, dass es immer nur einen gab und niemals einen anderen wird geben können. Nicht einmal mehr der Maestro, man meint hier diese transzendente Figur »Exzellenz« der klassischen Musik – immer Maestro, niemals Maestra – der wie eine ominöse musikalische Grinsekatze sein Orchester jederzeit in seinen Bann schlägt und nach Belieben erscheint und verschwindet.
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