Manchmal gibt es in der Welt der Oper (Wieder-)Begegnungen mit Inszenierungen, die alle leidigen Diskussionen über Regie-, Nichtregie- oder Regisseurstheater, über Werktreue oder Werkattentate vollkommen nichtig erscheinen lassen. So geht es mir mit Arbeiten von Ruth Berghaus, die bald dreißig Jahre tot ist. Im vergangenen Jahr verzauberte ihre Einrichtung von Rossinis Barbier von Sevilla von 1968 an der Berliner Staatsoper Unter den Linden in einer hinreißend besetzten und musizierten Aufführung; sie wird im kommenden Jahr dort ebenso wiederkehren wie ihre klug betörenden Pelléas et Mélisande. In Hamburg nun stand der scheidende Generalmusikdirektor Kent Nagano in seinen letzten Dirigaten von Amts wegen eben bei Berghaus’ Wagnerregie Tristan und Isolde im Graben; eine würdige Wahl zum Farewell.


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… lebt in Berlin, liebt Musik, schreibt Romane: u.a. ›Beethovn‹ (2020). Zuletzt erschien ›Silence‹. ✉️ KonzertgaengerBerlin@gmail.com