Anna Prohaska taucht in jüngerer Zeit auf zwei Konzeptalben auf: Ende April als Gastsängerin bei Rufus Wainwrights Shakespeare-Tribut Take All My Loves, wo der seine Vertonung der Shakespeare-Sonette fortsetzt und auf Serpent & Fire, wo sie Arien der (mythischen) phönizischen Prinzessin Dido und der Kleopatra singt – aus verschiedenen barocken Opern und begleitet vom Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini.

VAN: Wie kommt es zu solchen Projekten wie dem aktuellen Konzeptalbum Serpent & Fire?

Anna Prohaska: Die Geschichte hinter dem Album ist tatsächlich etwas länger. Ich wollte unbedingt ein Album über Dido machen, während meine ehemalige Plattenfirma, die Deutsche Grammophon, gerne eine CD zu Kleopatra gehabt hätte. Ich dachte dann, dass man das doch wunderbar kombinieren kann. An beiden Figuren kann man ablesen, wie Frauen sich in der Geschichte an einflussreiche Männer ›ranwanzen‹ mussten, um eine Art von Einfluss zu bekommen. Das hat mich im Kontrast zur heutigen Situation sehr interessiert – denn auch heute noch wird es eher negativ bewertet, wenn Frauen versuchen an die Macht zu kommen. Nach einigen Umwegen kam es  dann – vor allem durch eigene Initiative und Planung, einige schlaflose Nächte inklusive, – zur Veröffentlichung auf Alpha Classics.


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