Titelbild Thomas Nemeskeri (CC BY-NC-ND 2.0)

Seit dem 11. März 2020 ist die Philharmonie Berlin geschlossen, und sie wird bis Ende dieser Saison auch nicht wieder öffnen. Für die Berliner Philharmoniker ist es die längste Spielzeitpause in ihrer 138-jährigen Geschichte. In der Pandemie haben nun die Handwerker:innen die Philharmonie übernommen. Wo sonst der Sommer kaum ausreicht, um die Alterserscheinungen des 1963 eröffneten Scharoun-Baus zu flicken, werden nun im Großen Saal ein neuer Fahrstuhl eingebaut, Klimaanlage und Bestuhlung ausgebessert. Seit September 2017 ist Andrea Zietzschmann Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, und leitet damit neben dem 130-köpfigen Orchester auch das ikonische Konzerthaus am Potsdamer Platz mit seinen rund 650 Veranstaltungen im Jahr. Sie komme sich im Corona-Krisenmanagement bisweilen vor wie ein weiblicher Don Quichotte, erzählt sie beim Gespräch im Foyer des Kammermusiksaals. »Das ist eine schlimme Erfahrung: dass man selbst mit größtem Einsatz nur so wahnsinnig schleppend vorankommt.«


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