Am 8. März 2021 – am Internationalen Frauentag – erscheint der »Komponistin-O-Mat«; nach dem Sinfon-O-Maten, dem Oper-O-Maten und dem Sonat-O-Maten das nächste musikalisches Ermittlungsmonster, mittels dem man – nachdem man es durchgespielt hat – zu dem Namen einer Komponistin und einem ausgewählten Stück Musik gelangt, das der eigenen Persönlichkeit am ehesten entspricht. Dafür habe ich mich mit über 250 Komponistinnen beschäftigt; gesammelt, sortiert, gehört, Merkwürdigkeiten notiert… Ab der heutigen Woche geht es in einer großen Serie ausschließlich um Komponistinnen. Je eine wird vorgestellt und ein Werk mit entsprechendem Link herausgehoben und beschrieben.
Dass es da draußen – auch in der Geschichte rückblickend – noch mehr Komponistinnen gibt als Clara Schumann und Hildegard von Bingen, das war mir bewusst. Dass aber die Sammlung von Lebens- und Werkdaten von mehr als 250 komponierenden Frauen wirklich Frappierendes, Unentdecktes, ja: Sensationelles zu Tage fördern würde, das hat mich überrascht. Eine tragische Einsicht allerdings vorweg: Komponierende Frauen sterben im Durchschnitt noch etwas früher als die Berufsgruppe komponierender E-Musik-Männer, die in der Vergangenheit bekanntlich selbst nicht durchweg mit liedchenpfeifender Lebensfreude beschenkt, von frühen Krankheiten verschont und mit methusalemgleichen Lebensalterausdehnungsauffälligkeiten gesegnet worden waren.

