Im Mai 1940 hatten britische Truppen Island unter Verletzung der Neutralität des Landes besetzt, um es der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg unmöglich zu machen, Island als für den wirren nationalsozialistischen Plan der »Welteroberung« potentiell strategisch äußerst attraktiven Standort zu nutzen. 1941 traten US-amerikanische Truppen hinzu und ersetzten später die britischen Streitkräfte. Am 17. Juni 1944 wurde die Demokratische Republik Island gegründet. Bis dato stand Island im Grunde 800 Jahre unter norwegischer beziehungsweise dänischer Krone. 1946 wurde das Land Mitglied der Vereinten Nationen und gehörte 1949 schließlich zu den Mitbegründern der NATO. Zwei Jahre später – am 10. Januar 1951 – wurde Karólína Eiríksdóttir in der Hauptstadt Reykjavík geboren, in der sie heute wieder lebt. Dort studierte sie Komposition am Reykjavík College of Music bei ihrem isländischen Landsmann Thorkell Sigurbjornsson (* 1938), einem eher traditionellen Komponisten, der allerdings einerseits typisch avantgardistische Solo-Werke als auch tonale Chorwerke mit folkloristischem Einschlag vorlegte.
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