Elisabeth von Herzogenberg erblickte am 13. April 1847 als drittes Kind einer Diplomatenfamilie – ihr Vater war der Hannoversche Gesandte Bodo von Stockhausen – in Paris das Licht der Welt. Lange bevor sie allerdings von der französischen Metropole künstlerisch hätte im Sinne wirklicher Erfahrungen profitieren können, zogen die Eltern mit der fünfjährigen Elisabeth nach Wien. Dort erhielt sie höchstqualifizierten und prominenten Klavierunterricht bei dem einflussreichen und anerkannten Pianisten Julius Epstein, der sie – wie damals häufig und üblich – auch kompetent in Musiktheorie schulte. (Vielleicht gibt es heute gefühlt viel weniger Komponist*innen als damals, weil die frühe musiktheoretische Vermittlung von kompositionsästhetischen- und analytischen Inhalten durch entsprechende Klavier- und Musiktheorie-Lehrer*innen in Personalunion fehlt.) Zudem erhielt Elisabeth Gesangsstunden, aus denen sie als wohl äußerst stimmkompetente und begabte Sängerin hervorging.
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