Die Donaueschinger Musiktage sind so etwas wie die Vollversammlung der Neuen Musik. Wer nimmt diese Reise in den östlichen Schwarzwald auf sich? Wer sind die Menschen, die hier lauschen und reden, sich umschauen und gesehen werden? Für was interessiert sich das Publikum in Donaueschingen? Und wie nimmt es die Kunst wahr? Nimmt es überhaupt etwas wahr? Ich mache mich auf die Suche – und finde erstmal: Nichts.

»An was mussten Sie denken, als Ihnen im Konzert langweilig wurde?«, frage ich, oder: »Wenn Sie so die Musiktage mitverfolgen, an welche ›guten, alten Dinge‹ sollte man sich erinnern?« Vielgestaltiges Erstarren, Sprachlosigkeit, aus der eine biedere Ernsthaftigkeit folgt auf meine Fragen. Ich hatte geplant eine kleine Publikumsporträtreihe für VAN zu schreiben. Name, Beruf, Wohnort. Foto. Und zwei, drei lustige Antworten auf zwei, drei lustige Fragen. Wie sich herausstellte, blieben die Antworten so ironiefrei, dass ich sie nicht publizieren mochte – denn zur Bloßstellung einzelner in der Szene bekannter Individuen waren sie nicht gedacht. Besser also, ich erzähl von meinen Erlebnissen.


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?