Laut Konsolidierungsliste will die große Koalition in Berlin 2025 gut 130 Millionen Euro an der Kultur sparen: 121 Millionen im Kulturetat, hinzu kommen 10 Millionen, die bisher für die bereits begonnene Sanierung der Komischen Oper eingeplant waren. Bei den meisten großen Berliner Orchestern und Chören sowie Opern- und Konzerthäusern fallen damit etwa 10 Prozent der vorgesehenen Finanzierung durch das Land weg. Wir haben nachgefragt, was diese Kürzungen für die Institutionen bedeuten.


Deutsche Oper Berlin

»Da alle Theater- und Opernhäuser nur circa 15 Prozent ihrer Mittel für die künstlerische Produktion ausgeben können, bedeutet eine Sparvorgabe von etwa 10 Prozent eine existentielle Bedrohung. Mag eine einmalige Kürzung teilweise noch aus Rücklagen, die für unvorhersehbare Preissteigerungen und andere Unwägbarkeiten angelegt wurden, ausgeglichen werden (mit dem Effekt, dass es dann keine Sicherheiten mehr gibt!), so verlangt eine dauerhafte Zuschusskürzung strukturelle Entscheidungen. Insgesamt wird sich das Land Berlin bei dauerhafter Zuschussabsenkung im Kulturbereich für oder gegen einzelne Einrichtungen entscheiden müssen. Das heißt, es würde dann in Zukunft das eine oder andere Theater, Museum oder Orchester nicht mehr geben können. Die Alternative wäre eine dauerhafte erhebliche Niveauabsenkung mit veränderter Spielweise, die längerfristig in der ›ehemaligen Welt-Kulturstadt‹ kaum Zukunftschancen hätte. Dann wäre es ein Sterben auf Raten.« 


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